Preisträgerinnen und Preisträger Holzbaupreis Baden-Württemberg 2018

  • Den Preis in der Kategorie ‚Wohngebäude‘ erhielt der Geschosswohnungsbau Kamorstraße, Konstanz - Der dreigeschossige Wohnungsbau fügt sich sehr selbstverständlich und unprätentiös in den suburbanen Kontext ein und sorgt so für eine gelungene Nachverdichtung. Das Gebäude besticht durch seine angemessene und zurückhaltende Architektursprache und zeigt sich auch mit den sichtbaren Oberflächen innen wie außen als konsequenter Holzbau. Ein reiner Holzrahmenbau in Außenwand, Dach und Decke, der dabei bis ins Detail seriös und hochwertig entwickelt ist.
  • Den Preis in der Kategorie ‚Kindergärten und Kindertagesstätten‘ erhielt das Kinderhaus Franziskus, Stuttgart - Der kompakte dreigeschossige Baukörper kann als beispielhafter Typus für ein Kinderhaus im urban verdichteten Raum gelten. Innenräumlich differenziert
    und mit baukonstruktiver Disziplin wurden die richtigen Antworten auf technische Fragen wie den organisatorischen Brandschutz einerseits und die architektonische Gestaltung andererseits gefunden. Die charakteristische Holzbautypologie, aber auch die umlaufende Konstruktion
    aus Stahl und Beton als logische Folge aus den baurechtlichen Anforderungen zeigen eine große Angemessenheit in der Wahl der gestalterischen Mittel.
  • Den Preis in der Kategorie ‚Gewerbe- und Ingenieurbau‘ erhielt die Salzlagerhalle Geislingen - Die Salzlagerhalle in Geislingen ist ein selten gelungenes Beispiel ländlicher Infrastrukturgebäude, das insbesondere durch seine strukturelle Sauberkeit besticht. Die auf den ersten Blick simple Halle verfügt über eine hohe Komplexität im technischen Detail, die sich nicht zuletzt in der großen Toranlage zeigt. Trotz der markanten Großform,die sich aus der Funktion ableitet bleibt der differenzierte gestalterische Anspruch gewahrt.
    Der Baukörper ist architektonisch präzise und sensibel gestaltet und ist beispielhaft für funktionale Bauaufgaben dieser Art.
  • Den Preis in der Kategorie ‚Versammlungsstätten, Kultur, Sakralbau‘ erhielt das Gemeindezentrum Petrusgemeinde, Wiesloch - Das öffentliche Gebäude markiert einen repräsentativen und identitätsstiftenden Ort für die evangelische Kirchengemeinde Wiesloch. Das Bauwerk besteht typologisch aus einem äußeren Umgang mit dienenden Nutzungen in Massivbauweise und einem Veranstaltungsraum als kostbarer Mitte mit zentralem Saal und Hof. Die feinsinnig ausgearbeitete Konstruktion des Veranstaltungsraums mit seiner spannungsreichen Wechselwirkung aus Stabtragwerk und Fläche ist von hoher architektonischer Sensibilität und athmosphärischer Qualität. Dieser weithin sichtbare, edle Kern aus Holz, mit seinen besonderen Raumproportionen und der markanten Höhe, ist Gegenstand der Auszeichnung.


 

 

 

 

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